LE, insbesondere Echterdingen, erstickt buchstäblich im Straßenverkehr. Das infrastrukturelle Verkehrsproblem ist seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem wird die weitere Bebauung unserer Stadt rücksichtslos vorangetrieben. Neue Hotels und Mehrfamilienhäuser sprießen wie Pilze aus dem Boden und die Staus kosten vor allem die Berufspendler immer mehr Nerven und kostbare Zeit. Und es wird noch schlimmer werden, wenn sich nicht entscheidend etwas ändert.
Denn der öffentliche Nahverkehr bietet derzeit auch keine befriedigenden Auswege: Die Sauberkeit am S-Bahnhof Echterdingen lässt zu wünschen übrig, Bushaltestellen sind zum Teil nicht überdacht, viele bieten nicht einmal Sitzplätze an. Die fehlende Beleuchtung einiger Haltestellen stellt sogar ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel an Wochenenden und in den späten Abendstunden ist obendrein mangelhaft. Daher sind viele zur Benutzung eines Autos gezwungen. Die dadurch entstehende Lärmbelästigung, die durch den ohnehin vorhandenen Fluglärm noch verstärkt wird, führt zu einer immer weiter sinkenden Lebensqualität.
Im Frühjahr 2015 veranstaltete unsere Stadtverwaltung einen Workshop zum Thema „Mobilitätskonzept“. Die durch eine externe Firma professionell organisierte und ausgetragene Veranstaltung brachte bisher weder spürbare Veränderungen noch positive Verbesserungen im Straßenverkehr unserer Stadt – außer Spesen nichts gewesen?
LE ist eine wohlhabende Gemeinde mit wachsenden Einnahmen. Der katastrophale Zustand unserer Verkehrsinfrastruktur ist vor dem Hintergrund neulich beschlossener Erhöhungen der Gewerbe- und Grundsteuern sowie der Kita-Gebühren weder nachvollziehbar noch akzeptabel.

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