Dass OB Klenk ankündigte, nochmals für das Amt als Stadtoberhaupt zu kandidiere, wird von allen Fraktionen im Gemeinderat begrüßt. Und zweifellos hat Klenk in seiner Amtszeit oftmals Weitblick gezeigt. Beispielsweise wies er schon vor Beginn seiner ersten Amtszeit darauf hin, dass die neue Messe nicht zu verhindern sei und man versuchen müsse, dabei das Bestmögliche für LE herauszuholen. Die Grünen und die SPD legten deutlich weniger Realitätssinn an den Tag und fügten der Stadt durch ihr Beharren auf Widerstand um jeden Preis erheblichen Schaden zu. Doch es läuft heute längst nicht alles perfekt in LE, wofür das Stadtoberhaupt mitverantwortlich ist. Die aktuellen Bebauungspläne ohne ein schlüssiges Mobilitätskonzept etwa lassen Schlimmes für die zukünftige Verkehrslage erahnen. Sportvereine klagen, dass sie von der Stadt nur unzureichend unterstützt werden, obwohl sie teilweise sogar den Schulsport mittragen. Und dass Klenk sich einerseits öffentlich skeptisch zur derzeitigen Massenzuwanderung äußerte, andererseits aber nahezu vorauseilenden Gehorsam an den Tag legt, wenn es darum geht, neue Unterkünfte für die Flüchtlinge aus dem Boden zu stampfen, ist kaum nachvollziehbar. In seiner Neujahrsansprache forderte Klenk zwar, dass wir „sensibel sind für die Gefühlswelten der Menschen“, das Befinden der betroffenen Anwohner aber kümmert ihn offenbar wenig. Konkurrenz belebt das Geschäft, wie man auch in der Bundespolitik in den letzten Jahren deutlich gesehen hat. Daher wird unsere Ortsgruppe voraussichtlich einen Gegenkandidaten für Klenk stellen. Sicherlich wird der Amtsinhaber als hoher Favorit ins Rennen gehen, aber es schadet nichts, wenn er sich im Wahlkampf kritischen Fragen eines Konkurrenten stellen muss. Angebliche Alternativlosigkeit ist der Tod der Demokratie. Diesen zu verhindern sehen wir als eine unserer Hauptaufgaben an.

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